Pflegetagebuch 2017 – Tipps und Vorlagen zum Download

Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2017

Wenn Sie eine(n) Angehörige(n) pflegen und einen Pflegegrad beantragen, oder Widerspruch gegen einen Pflegegrad einlegen möchten, ist ein Pflegetagebuch ein sehr wichtiges Instrument, das Sie sich unbedingt zunutze machen sollten. Ein gut geführtes Pflegetagebuch macht es sehr viel wahrscheinlicher, dass die Pflegeversicherung Ihnen den Pflegegrad bewilligt, der Ihnen tatsächlich zusteht.

Unsere Pflegetagebuchs wurden mehrere 100.000 Mal heruntergeladen und hat in unzähligen MDK-Terminen für Transparenz und Klarheit sorgen können. Wir hoffen, dass sie auch für Sie von Nutzen sein werden.

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über den Inhalt und Aufbau eines Pflegetagebuchs, erhalten nützliche Ausfüllhinweise und  können mehrere Pflegetagebuch Vorlagen und Muster als PDF Dateien herunterladen. Zur Zeit bieten wir ein Pflegetagebuch für Erwachsene sowie ein Pflegetagebuch für Kinder kostenfrei zum Download an.

Wozu braucht man ein Pflegetagebuch?

Um zu beurteilen, welche Leistungen der Pflegeversicherung Ihnen zustehen, beauftragt die Pflegekasse einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bzw. bei privat Versicherten einen Gutachter der Firma Medicproof.

Der Gutachter hat den Auftrag, während des Begutachtungstermins einen gesetzlich festgelegten und seit Anfang 2017 geltenden Katalog von 64 Fragen zu beantworten. Dazu hat er in der Regel nicht viel mehr als eine Stunde Zeit. Keine leichte Aufgabe, bei der regelmäßig Fehler passieren. In den seltensten Fällen werden tatsächlich alle 64 Fragen gestellt und beantwortet. Der Gutachter trifft häufig Annahmen auf Basis des wahrgenommenen Allgemeinzustandes. Hinzu kommt, dass sich viele der Fragen auf Ereignisse der Vergangenheit beziehen oder generell nur rückblickend beantwortet werden können. Der Begutachtungstermin kann deswegen nicht viel mehr als eine „Momentaufnahme” der tatsächlichen Hilfebedürftigkeit sein.

Mit einem Pflegetagebuch dokumentieren Sie sehr genau, welcher Hilfebedarf tatsächlich besteht und helfen dem Gutachter bei der Beurteilung von Pflegebedürftigkeit. Die Wahrscheinlichkeit steigt, die Leistungen von der Pflegeversicherung zu erhalten, die Ihnen tatsächlich zustehen.

Verwenden Sie ein aktuelles Pflegetagebuch

Bis Ende 2016 diente ein Pflegetagebuch dazu, Art und Dauer des täglichen Pflegebedarfs zu dokumentieren. Notiert wurden alle pflegerischen Handlungen mit der dafür benötigten Anzahl an Minuten. Die Summe der Minuten pro Tag bestimmte über die Bewilligung der Pflegestufe.

Seit 2017 gibt es ein vollkommen neues „Begutachtsungsinstrument (NBI)“ zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit, die zudem nicht mehr in Pflegestufen, sondern in Pflegegraden gemessen wird. Bei diesem neuen Begutachtungsverfahren kommt es nicht mehr darauf an, eine bestimmte Minutenzahl zu erreichen. Vielmehr wird der Grad der Selbständigkeit einer pflegebedürftigen Person beurteilt und einem Punktwert zugeordnet. Je geringer die Selbständigkeit, desto höher der Punktwert und der Pflegegrad – und desto höher die Leistungen der Pflegeversicherung.

Wenn Sie sich entscheiden ein Pflegetagebuch auszufüllen, was wir empfehlen, achten Sie darauf, dass es auf den aktuellen Richtlinien zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit basiert. Ein Pflegetagebuch, das die Anzahl benötigter Pflegeminuten zählt, hat keine Aussagekraft mehr und wird Ihnen im Bezug auf Ihren Antrag bei der Pflegeversicherung keinen Mehrwert bieten.

Die Pflegetagebücher, die Sie auf unserer Seite finden, sind aktuell und entsprechen den aktuell geltenden Begutachtungsrichtlinien.

Füllen Sie das Pflegetagebuch gewissenhaft aus

Gerade weil das Pflegetagebuch ein so wichtiges Dokument ist, birgt es auch einige Stolpersteine, die bei der gerechten Einstufung in einen Pflegegrad hinderlich sein können. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihr Pflegetagebuch korrekt ausfüllen. Denn nur so kann es ein hilfreiches Instrument für die Einstufung in den richtigen Pflegegrad sein. Lesen Sie sich unsere aufmerksam durch und befolgen Sie sie.

Pflegetagebuch für Erwachsene

Stand: 01.05.2017
Version: 1.3
Seiten: 80
Größe: 1,1MB

Pflegetagebuch für Kinder

Stand: 01.08.2017
Version: 1.1
Seiten: 92
Größe: 1,3MB

Pflegetagebuch für Erwachsene (2017) – Muster & PDF Vorlage zum Download

Unser 80-seitiges Pflegetagebuch für Erwachsene können Sie als PDF kostenfrei herunterladen und bei Bedarf selbst ausdrucken. Es berücksichtigt die Neuerungen des Pflegestärkungsgesetzes II (PSG II) und ist auf das Neue Begutachtungsinstrument (NBI) ausgerichtet. Somit orientiert es sich an dem am 01.01.2017 eingeführten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Ebenfalls enthalten sind die genauen gesetzlichen Festlegungen für jedes der 64 Begutachtungskriterien des MDK. Es wird Ihnen eine große Unterstützung sein, wenn es um die korrekte Dokumentation Ihrer Pflegebedürftigkeit geht.

Pflegetagebuch-2017

Pflegetagebuch für Kinder (2017) – Muster & PDF Vorlage zum Download

Unser 92-seitiges Pflegetagebuch für Kinder können Sie als PDF kostenfrei herunterladen und bei Bedarf selbst ausdrucken. Es berücksichtigt die Neuerungen des Pflegestärkungsgesetzes II (PSG II) und ist auf das Neue Begutachtungsinstrument (NBI) ausgerichtet. Es orientiert sich am 2017 eingeführten Pflegebedürftigkeitsbegriff, beinhaltet alle gesetzlichen Festlegungen für jedes der 64 Begutachtungskriterien sowie die besonderen Kriterien zur Ermittlung von Pflegebedürftigkeit bei einem Kind. Es wird Ihnen eine große Unterstützung sein, wenn es um die korrekte Dokumentation der Pflegebedürftigkeit eines Kindes geht.

Pflegetagebuch Kinder