Verhinderungspflege 2025 & Kurzzeitpflege: Neues Entlastungsbudget, höhere Leistungen, mehr Flexibilität — FAMILIARA

Ver­hin­de­rungs­pfle­ge 2025 & Kurz­zeit­pfle­ge: Neu­es Ent­las­tungs­bud­get, höhe­re Leis­tun­gen, mehr Fle­xi­bi­li­tät — FAMILIARA

Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge leis­ten Tag für Tag Enor­mes – doch auch sie brau­chen mal eine Aus­zeit. Damit sol­che Pau­sen leich­ter mög­lich sind, hat die Bun­des­re­gie­rung zum Jahr 2025 wich­ti­ge Ände­run­gen bei der Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge ein­ge­führt. Die neu­en Rege­lun­gen gel­ten für alle pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­so­nen ab Pfle­ge­grad 2, die zuhau­se gepflegt wer­den. Die­se Reform – beschlos­sen im Pfle­ge­un­ter­stüt­zungs- und Ent­las­tungs­ge­setz (PUEG) 2023 – bringt neue Leis­tun­gen, erhöh­te Bud­gets und ver­bes­ser­te Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und ihre Fami­li­en. Im fol­gen­den Blog­bei­trag fas­sen wir alle Neue­run­gen infor­ma­tiv-neu­tral zusam­men. Wir erklä­ren das neue gemein­sa­me Ent­las­tungs­bud­get (inklu­si­ve kon­kre­ter Beträ­ge wie 3.539 € jähr­lich), zei­gen die Ent­las­tung für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und Ange­hö­ri­ge auf und erläu­tern Son­der­re­ge­lun­gen für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Unter-25-Jäh­ri­ge mit Pfle­ge­grad 4–5. Nahe Ange­hö­ri­ge und Ver­wand­te über­neh­men häu­fig die Pfle­ge­ver­tre­tung, wenn die regu­lä­re Pfle­ge­per­son ver­hin­dert ist, und haben dabei beson­de­re Ansprü­che bei der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge. Die klar geglie­der­te Struk­tur, ein­präg­sa­me Tabel­len und ver­ständ­li­che Erklä­run­gen hel­fen Pfle­ge­per­so­nen, Pflegeberater/innen und Ein­rich­tun­gen, sich schnell einen Über­blick zu ver­schaf­fen. Ver­hin­de­rungs­pfle­ge und Kurz­zeit­pfle­ge kön­nen fle­xi­bel kom­bi­niert wer­den; zudem besteht die Mög­lich­keit, bei Bedarf auf ein Pfle­ge­heim als Alter­na­ti­ve zur häus­li­chen Pfle­ge zurückzugreifen.

Einführung

Die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ist eine zen­tra­le Ent­las­tungs­leis­tung der Pfle­ge­ver­si­che­rung, die pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen ermög­licht, sich eine drin­gend benö­tig­te Aus­zeit von der Pfle­ge zu neh­men. Gera­de im Bereich der häus­li­chen Pfle­ge ist es wich­tig, dass pfle­gen­de Per­so­nen auch ein­mal durch­at­men kön­nen – sei es für einen Urlaub, zur Erho­lung oder im Krank­heits­fall. Seit Juli 2025 gel­ten neue Rege­lun­gen, die den Zugang zur Ver­hin­de­rungs­pfle­ge erleich­tern und die Fle­xi­bi­li­tät für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und ihre Ange­hö­ri­gen deut­lich erhö­hen. In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie alles Wis­sens­wer­te rund um die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge: von der Defi­ni­ti­on und dem Anspruch über die neu­en Leis­tun­gen und Bud­gets bis hin zu prak­ti­schen Hin­wei­sen zur Antrag­stel­lung. So behal­ten Sie im kom­ple­xen Bereich der Pfle­ge­ver­si­che­rung den Über­blick und kön­nen die best­mög­li­che Unter­stüt­zung für die pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son und sich selbst nutzen.

Verhinderungspflege: Definition und Anspruch

Ver­hin­de­rungs­pfle­ge – auch Ersatz­pfle­ge genannt – bezeich­net die zeit­wei­se Über­nah­me der Pfle­ge durch eine ande­re Per­son, wenn die eigent­li­che Pfle­ge­per­son ver­hin­dert ist. Das kann zum Bei­spiel durch Krank­heit, Urlaub oder eine per­sön­li­che Aus­zeit der pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen not­wen­dig wer­den. Anspruch auf Ver­hin­de­rungs­pfle­ge haben alle Pfle­ge­be­dürf­ti­gen ab Pfle­ge­grad 2, deren Pfle­ge zu Hau­se durch eine pri­va­te Pfle­ge­per­son – meist ein Fami­li­en­mit­glied – sicher­ge­stellt wird. Die Pfle­ge­ver­si­che­rung über­nimmt in sol­chen Fäl­len die Kos­ten für eine Ersatz­pfle­ge, damit die pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son wei­ter­hin gut ver­sorgt bleibt. Die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann sowohl stun­den- als auch tage­wei­se in Anspruch genom­men wer­den und bie­tet so fle­xi­ble Unter­stüt­zung, wenn die Haupt­pfle­ge­per­son vor­über­ge­hend aus­fällt. Wich­tig: Der Anspruch auf Ver­hin­de­rungs­pfle­ge besteht unab­hän­gig davon, ob die Aus­zeit der Pfle­ge­per­son geplant (z.B. Urlaub) oder unge­plant (z.B. plötz­li­che Krank­heit) ein­tritt. Die Leis­tun­gen der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge hel­fen, die Pfle­ge zu sichern und pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge zu entlasten.

Neue Leistungen und Verbesserungen ab 2025

Ab 2025 gel­ten in Deutsch­land meh­re­re neue bzw. erwei­ter­te Leis­tun­gen im Bereich Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge. Die­se Ver­bes­se­run­gen kom­men sowohl Pfle­ge­be­dürf­ti­gen (ab Pfle­ge­grad 2) als auch ihren pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen zugu­te. Im Ein­zel­nen wur­den fol­gen­de Ände­run­gen umgesetzt:

  • Weg­fall der „Vor­pfle­ge­zeit“: Die bis­her erfor­der­li­che sechs­mo­na­ti­ge Pfle­ge zu Hau­se, bevor Ver­hin­de­rungs­pfle­ge erst­mals in Anspruch genom­men wer­den konn­te, ent­fällt voll­stän­dig. Pfle­ge­be­dürf­ti­ge haben nun sofort ab Fest­stel­lung von min­des­tens Pfle­ge­grad 2 Anspruch auf Ver­hin­de­rungs­pfle­ge, ohne zuvor ein hal­bes Jahr zuge­war­tet zu haben. Dies schafft früh­zei­ti­ge Ent­las­tungs­mög­lich­kei­ten, etwa direkt nach Ein­tritt der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit. Die Vor­aus­set­zung für die Inan­spruch­nah­me der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ist, dass die pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son min­des­tens Pfle­ge­grad 2 hat und die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge nach § 39 SGB XI bean­tragt wird.
  • Län­ge­re Anspruchs­dau­er: Die maxi­ma­le Dau­er der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge pro Jahr wird von 6 Wochen (42 Tage) auf 8 Wochen (56 Tage) ver­län­gert. Damit steht die­se Form der Ent­las­tung nun genau­so lan­ge zur Ver­fü­gung wie die Kurz­zeit­pfle­ge, die bereits 8 Wochen jähr­lich genutzt wer­den kann. Pfle­ge­per­so­nen kön­nen folg­lich zwei Wochen län­ger Ersatz­pfle­ge in Anspruch neh­men als bis­her – ein Gewinn beson­ders für län­ge­re Erho­lungs­pha­sen (z. B. ein aus­ge­dehn­ter Urlaub oder Kur­auf­ent­halt). Die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann somit bis zu acht Wochen im Kalen­der­jahr fle­xi­bel genutzt werden.
  • Pfle­ge­geld­fort­zah­lung für 8 Wochen: Wäh­rend der Ver­hin­de­rungs- oder Kurz­zeit­pfle­ge erhält die gepfleg­te Per­son nor­ma­ler­wei­se hälf­tig wei­ter Pfle­ge­geld, da die häus­li­che Pfle­ge zeit­wei­se unter­bro­chen ist. Bis­her wur­de die­ses hälf­ti­ge Pfle­ge­geld maxi­mal für 6 Wochen gezahlt – ab 2025 erfolgt die Zah­lung nun bis zu 8 Wochen pro Kalen­der­jahr wäh­rend der Ersatz­pfle­ge. Dadurch ver­schlech­tert sich die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen bei län­ge­rer Abwe­sen­heit der Haupt­pfle­ge­per­son nicht so stark, was Ange­hö­ri­gen län­ge­re Aus­zei­ten ohne gro­ße Ein­kom­mens­ein­bu­ßen ermög­licht. Die Rege­lung zum Pfle­ge­gelds sieht vor, dass bei tage­wei­ser Ver­hin­de­rungs­pfle­ge das Pfle­ge­geld antei­lig wei­ter­ge­zahlt wird.
  • Wei­te­re Erleich­te­run­gen: Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann wie gehabt stun­den­wei­se oder tage­wei­se erfol­gen – neu ist jedoch, dass ab Juli 2025 alle wei­te­ren Ein­schrän­kun­gen und Umrech­nungs­re­geln für die Kom­bi­na­ti­on von Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge auf­ge­ho­ben wer­den (sie­he Ent­las­tungs­bud­get unten). Ins­ge­samt füh­ren die Ände­run­gen zu weni­ger Büro­kra­tie und mehr Wahl­frei­heit bei der Nut­zung der Ent­las­tungs­an­ge­bo­te. Die neue Rege­lung tritt ab Juli 2025 in Kraft und ermög­licht eine fle­xi­ble­re Nut­zung der Pfle­ge­leis­tun­gen. Die Rege­lung zur Ver­hin­de­rungs­pfle­ge und Kurz­zeit­pfle­ge sieht vor, dass die Bud­gets künf­tig gemein­sam genutzt wer­den kön­nen, was die finan­zi­el­le Fle­xi­bi­li­tät erhöht.

Die Höhe des Leis­tungs­be­trags für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge beträgt wei­ter­hin maxi­mal 1.685 Euro pro Kalen­der­jahr. Ab 2025 kann der Leis­tungs­be­trag fle­xi­bler ein­ge­setzt wer­den, um die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se bes­ser abzu­de­cken. Die Bedeu­tung des Leis­tungs­be­trags liegt dar­in, dass Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und ihre Ange­hö­ri­gen die finan­zi­el­len Mit­tel gezielt für die gewünsch­te Pfle­ge­leis­tung ein­set­zen kön­nen. Der maxi­ma­le Betrag und die För­der­sät­ze sind wich­ti­ge Fak­to­ren für die Pla­nung der Pflegeleistungen.

Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und ihre Ange­hö­ri­gen haben die Wahl, ob sie einen ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst oder eine pri­va­te Pfle­ge­per­son für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge in Anspruch neh­men möch­ten. Die Wahl­frei­heit ermög­licht es, die Pfle­ge indi­vi­du­ell an die jewei­li­ge Lage und die Bedürf­nis­se anzu­pas­sen. Es besteht ein Unter­schied zwi­schen Ver­hin­de­rungs­pfle­ge und Kurz­zeit­pfle­ge: Wäh­rend die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge bei der Ver­hin­de­rung der Pfle­ge­per­son im häus­li­chen Umfeld greift, ist die Kurz­zeit­pfle­ge auf eine vor­über­ge­hen­de sta­tio­nä­re Unter­brin­gung ausgerichtet.

Zu den Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge gehört, dass die Pfle­ge­per­son wegen Urlaub, Krank­heit oder aus ande­ren Grün­den an der Pfle­ge gehin­dert ist. Grün­de für die Ver­hin­de­rung der Pfle­ge­per­son kön­nen viel­fäl­tig sein, etwa Krank­heit, Erho­lungs­ur­laub oder pri­va­te Ver­pflich­tun­gen. Die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann von einem Ange­hö­ri­gen, einem Ver­wand­ten oder jemand aus dem Umfeld der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son über­nom­men wer­den. Beson­ders bei der Pfle­ge durch einen Ver­wand­ten ers­ten oder zwei­ten Gra­des gel­ten spe­zi­el­le Rege­lun­gen: In die­sem Fall kann bis zum 1,5‑fachen des Pfle­ge­gelds erstat­tet wer­den, wobei die maxi­ma­le Höhe des jähr­li­chen Bud­gets zu beach­ten ist.

Pfle­ge­hil­fen spie­len eine wich­ti­ge Rol­le bei der Unter­stüt­zung der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen und tra­gen zur Qua­li­tät der Pfle­ge­leis­tun­gen bei. Die Pfle­ge­leis­tun­gen im Rah­men der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge umfas­sen sowohl die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung als auch die Orga­ni­sa­ti­on der Ersatz­pfle­ge. Die Lage bei der Aus­zah­lung und Bean­tra­gung der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ist so gestal­tet, dass die Leis­tun­gen nach Vor­la­ge der ent­spre­chen­den Nach­wei­se und Anträ­ge von der Pfle­ge­kas­se über­nom­men wer­den. Um Ver­hin­de­rungs­pfle­ge zu bean­tra­gen, muss ein Antrag bei der Pfle­ge­kas­se gestellt wer­den, wobei die recht­li­che Grund­la­ge nach § 39 SGB XI maß­geb­lich ist. Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann in Anspruch genom­men wer­den, sobald die Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind und die Pfle­ge­kas­se den Antrag bewil­ligt hat.

Die ver­bes­ser­ten Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und ihre Ange­hö­ri­gen erleich­tern die Ori­en­tie­rung und Nut­zung der neu­en Pfle­ge­leis­tun­gen ab 2025.

Erhöhung der Budgets: Mehr finanzielle Unterstützung

Neben den qua­li­ta­ti­ven Ver­bes­se­run­gen wur­den 2025 auch die Leis­tungs­sät­ze für Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge ange­ho­ben, um mit der Preis­ent­wick­lung Schritt zu hal­ten. Bereits zum 1. Janu­ar 2025 gab es eine auto­ma­ti­sche Erhö­hung um ca. 4,5 %. Kon­kret stie­gen die jähr­li­chen Bud­gets wie folgt:

  • Ver­hin­de­rungs­pfle­ge: von bis­her 1.612 € (Stand 2024) auf 1.685 € pro Jahr (für alle Pfle­ge­gra­de ab 2). Die­ser Betrag steht zur Finan­zie­rung einer Ersatz­pfle­ge­per­son oder eines Pfle­ge­diens­tes zur Ver­fü­gung, wenn die haupt­pfle­gen­de Per­son vor­über­ge­hend ver­hin­dert ist.
  • Kurz­zeit­pfle­ge: von bis­her 1.774 € (2024) auf 1.854 € pro Jahr (für alle Pfle­ge­gra­de 2–5). Die­ser Betrag deckt die Kos­ten eines zeit­lich begrenz­ten Pfle­ge­plat­zes in einer sta­tio­nä­ren Ein­rich­tung (z. B. Kurz­zeit­pfle­ge­heim), falls die häus­li­che Pfle­ge vor­über­ge­hend nicht sicher­ge­stellt wer­den kann.

Die­se Erhö­hun­gen sum­mie­ren sich auf eine Gesamt­leis­tung von rund 3.539 € jähr­lich für tem­po­rä­re Pfle­ge­ar­ran­ge­ments. Ent­schei­dend ist jedoch die nächs­te Neue­rung: Ab 1. Juli 2025 wer­den die bei­den Bud­gets zu einem gemein­sa­men Topf zusam­men­ge­legt – dem soge­nann­ten Ent­las­tungs­bud­get. Dabei han­delt es sich um einen gemein­sa­men Jah­res­be­trag, der fle­xi­bel für bei­de Pfle­ge­leis­tun­gen – Ver­hin­de­rungs­pfle­ge und Kurz­zeit­pfle­ge – ein­ge­setzt wer­den kann. Das bedeu­tet, dass Pfle­ge­be­dürf­ti­ge den gemein­sa­men Jah­res­be­trag je nach indi­vi­du­el­ler Lage und Bedarf auf­tei­len kön­nen, was die Finan­zie­rung und Antrag­stel­lung deut­lich ver­ein­facht und die Pfle­ge­ent­las­tung ver­bes­sert. Somit lässt sich der Gesamt­be­trag von 3.539 Euro nun fle­xi­bel ein­set­zen (sie­he nächs­te Sek­ti­on). Die fol­gen­de Tabel­le gibt einen kom­pak­ten Über­blick über die alten und neu­en Beträ­ge sowie die ver­bes­ser­ten Konditionen:

Leis­tungs­aspektBis 2024 (alte Regel)Neu ab 2025 (refor­mier­te Regel)
Jähr­li­ches Bud­get Verhinderungspflege1.612 € (bis Ende 2024) 1.685 € (Jan–Juni 2025)im Ent­las­tungs­bud­get ent­hal­ten (sie­he gemein­sa­me Sum­me unten)
Jähr­li­ches Bud­get Kurzzeitpflege1.774 € (bis Ende 2024) 1.854 € (Jan–Juni 2025)im Ent­las­tungs­bud­get ent­hal­ten (sie­he gemein­sa­me Sum­me unten)
Max. kom­bi­nier­ba­rer Betragca. 3.386 € (mit kom­pli­zier­ten Über­tra­gungs­re­geln; s. unten)3.539 € als gemein­sa­mes Ent­las­tungs­bud­get ab 01.07.2025
Vor­pfle­ge­zeit (War­te­zeit)6 Mona­te Pfle­ge zu Hau­se vor ers­ter Ver­hin­de­rungs­pfle­ge erforderlichent­fällt ab 01.07.2025 (direk­ter Anspruch ab PG 2)
Max. Dau­er Verhinderungspflege42 Tage (6 Wochen) pro Jahr56 Tage (8 Wochen) pro Jahr
Pfle­ge­geld weiterzahlen50 % des Pfle­ge­gel­des für max. 42 Tage (6 Wochen)50 % des Pfle­ge­gel­des für max. 56 Tage (8 Wochen)

Die Tabel­le zeigt, wie der gemein­sa­me Jah­res­be­trag ab Juli 2025 für bei­de Pfle­ge­leis­tun­gen genutzt wer­den kann und sorgt so für mehr Trans­pa­renz und Fle­xi­bi­li­tät bei der neu­en Budgetregelung.

*Hin­weis:*Pfle­ge­be­dürf­ti­ge mit Pfle­ge­grad 1 haben wie bis­her kei­nen Anspruch auf Ver­hin­de­rungs- oder Kurz­zeit­pfle­ge, da die­se Leis­tun­gen erst ab Pfle­ge­grad 2 von der Pfle­ge­ver­si­che­rung über­nom­men werden.

Gemeinsames Entlastungsbudget: Flexiblere Kombinationsmöglichkeiten

Eine der größ­ten Neue­run­gen 2025 ist die Ein­füh­rung des gemein­sa­men Ent­las­tungs­bud­gets für Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge. Ab dem 1. Juli 2025 kön­nen Ver­hin­de­rungs­pfle­ge und Kurz­zeit­pfle­ge aus einem gemein­sa­men Jah­res­be­trag fle­xi­bel genutzt wer­den. Die­ses Kon­zept bedeu­tet, dass die vor­mals getrenn­ten Bud­gets zusam­men­ge­legt wer­den und Pfle­ge­be­dürf­ti­gen künf­tig ein ein­heit­li­cher Jah­res­be­trag zur Ver­fü­gung steht. Ab dem 1. Juli 2025 gilt somit: Es ste­hen bis zu 3.539 € pro Jahr für Kurz­zeit­pfle­ge und/oder Ver­hin­de­rungs­pfle­ge fle­xi­bel bereit. Die Ver­si­cher­ten kön­nen frei wäh­len, in wel­cher Kom­bi­na­ti­on sie die­ses Geld für Ersatz- oder Kurz­zeit­pfle­ge ein­set­zen – je nach ihrer indi­vi­du­el­len Situa­ti­on und Bedarf.

Frü­her war die Nut­zung der Bud­gets umständ­lich: Man konn­te zwar teil­wei­se nicht genutz­te Mit­tel von einer Leis­tung zur ande­ren über­tra­gen, doch dies war begrenzt und büro­kra­tisch kom­pli­ziert. Bei­spiels­wei­se ließ sich bis­lang maxi­mal 50 % des Kurz­zeit­pfle­ge-Bud­gets auf die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge über­tra­gen oder umge­kehrt, was zu unaus­ge­schöpf­ten Ansprü­chen führ­te, wenn nur eine der Leis­tun­gen benö­tigt wur­de. Vie­le Pfle­ge­be­dürf­ti­ge nutz­ten ent­we­der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge oder Kurz­zeit­pfle­ge und ver­zich­te­ten dadurch auf einen Teil der zuste­hen­den Ent­las­tung. Die­ses Pro­blem wird durch das neue Ent­las­tungs­bud­get gelöst:

  • Kei­ne star­ren Töp­fe mehr: Der gesam­te Betrag von 3.539 € kann nun ohne wei­te­re Anträ­ge für bei­de Leis­tungs­ar­ten genutzt wer­den. Es gibt kei­ne Begren­zung mehr, wel­cher Anteil für wel­che Pfle­ge­art ver­wen­det wird – Haupt­sa­che, die Sum­me wird ins­ge­samt nicht über­schrit­ten. Dadurch kann z. B. bei aus­schließ­lich häus­li­cher Ersatz­pfle­ge das vol­le Bud­get für Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ein­ge­setzt wer­den, wo vor­her ein gro­ßer Teil ver­fal­len wäre. Umge­kehrt kön­nen bei vor­ran­gi­gem Bedarf an Kurz­zeit­pfle­ge sämt­li­che Mit­tel dort­hin fließen.
  • Weni­ger Büro­kra­tie: Das ein­heit­li­che Bud­get sorgt für Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung: kom­pli­zier­te Umwid­mungs­an­trä­ge und Berech­nun­gen ent­fal­len. Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und Ange­hö­ri­ge müs­sen nicht mehr jon­glie­ren, wel­cher Topf noch wie viel ent­hält. Ein Antrag (bzw. eine Kos­ten­ab­rech­nung) genügt, um die jewei­li­ge Ersatz- oder Kurz­zeit­pfle­ge­leis­tung von der Pfle­ge­kas­se erstat­ten zu las­sen. Wich­tig ist dabei zu wis­sen, dass man nach wie vordie kon­kre­te Leis­tung bean­tragt – also Ver­hin­de­rungs­pfle­ge oder Kurz­zeit­pfle­ge – und nicht das Bud­get an sich. In der Pra­xis ändert sich für die Antrag­stel­lung also wenig, außer dass die Finan­zie­rung ein­fa­cher gehand­habt wird (sie­he Abschnitt „Bera­tung und Antrag­stel­lung“ wei­ter unten).
  • Mehr tat­säch­li­che Ent­las­tung: Da nun das gesam­te Bud­get aus­schöpf­bar ist, ste­hen im Ergeb­nis mehr Mit­tel für die Ent­las­tung zur Ver­fü­gung. Ins­be­son­de­re Pfle­ge­haus­hal­te, die man­gels Ange­bot nur eine der bei­den Leis­tun­gen nut­zen konn­ten (z. B. kein Kurz­zeit­pfle­ge-Platz ver­füg­bar, daher nur Ver­hin­de­rungs­pfle­ge zu Hau­se), pro­fi­tie­ren finan­zi­ell. Sie kön­nen jetzt den vol­len jähr­li­chen Betrag abru­fen, ohne durch Auf­tei­lungs­re­geln benach­tei­ligt zu sein. Ins­ge­samt erhal­ten also vie­le Betrof­fe­ne Zugang zu höhe­ren Leis­tungs­be­trä­gen, was spür­bar zur Ent­las­tung im Pfle­ge­all­tag beiträgt.

Ein wich­ti­ger Unter­schied zwi­schen Ver­hin­de­rungs­pfle­ge und Kurz­zeit­pfle­ge besteht dar­in, dass Ver­hin­de­rungs­pfle­ge in der Regel im häus­li­chen Umfeld durch nahe Ange­hö­ri­ge oder einen ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst erfolgt, wäh­rend Kurz­zeit­pfle­ge meist sta­tio­när in einem Pfle­ge­heim erbracht wird. Die Unter­schie­de betref­fen auch die Vor­aus­set­zun­gen, die Höhe der Leis­tun­gen und die jewei­li­gen Anwen­dungs­fäl­le, sodass die Wahl der pas­sen­den Pfle­ge­leis­tung indi­vi­du­ell getrof­fen wer­den sollte.

Um Ver­hin­de­rungs­pfle­ge in Anspruch zu neh­men, muss ein ent­spre­chen­der Antrag bei der Pfle­ge­kas­se gestellt wer­den. Die Pfle­ge­kas­se prüft dann die Vor­aus­set­zun­gen und erstat­tet die Kos­ten im Rah­men des gemein­sa­men Jahresbetrags.

Sonderregelung für junge Pflegebedürftige unter 25 Jahren (PG 4–5)

Jun­ge Pfle­ge­be­dürf­ti­ge mit schwe­ren Beein­träch­ti­gun­gen (Pfle­ge­grad 4 oder 5) stel­len eine beson­de­re Situa­ti­on dar – meist wer­den sie von ihren Eltern zuhau­se ver­sorgt. Um die­se Fami­li­en früh­zei­tig zu ent­las­ten, gal­ten eini­ge Neue­run­gen bereits ein Jahr frü­her: Seit dem 01.01.2024 pro­fi­tie­ren Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne unter 25 mit PG 4–5 von erwei­ter­ten Ansprüchen.

Für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen unter 25 Jah­ren mit Pfle­ge­grad 4 oder 5 wur­den die Reform­schrit­te vor­ge­zo­gen. Schon seit 1. Janu­ar 2024 ent­fiel für die­se Grup­pe die 6‑monatige Vor­pfle­ge­zeit, und die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge konn­te – genau wie jetzt für alle – bis zu 8 Wochen im Jahr genutzt wer­den. Außer­dem wur­de das Bud­get in schwe­ren Fäl­len bereits früh­zei­tig zusam­men­ge­legt: Bis zu 100 % der Kurz­zeit­pfle­ge-Mit­tel konn­ten für Ver­hin­de­rungs­pfle­ge ver­wen­det wer­den. Fak­tisch stand jun­gen Pfle­ge­be­dürf­ti­gen mit PG 4–5 dadurch schon 2024 ein gemein­sa­mes Bud­get von 3.386 € jähr­lich zur Ver­fü­gung. Seit 2025 gilt nun auch für sie der erhöh­te Betrag von 3.539 € pro Jahr. Die­se Son­der­re­ge­lung trägt der beson­de­ren Belas­tung von Fami­li­en mit schwerst­pfle­ge­be­dürf­ti­gen Kin­dern Rech­nung und ver­schafft ihnen früh­zei­tig die glei­che Ent­las­tung, die ab Mit­te 2025 allen Pfle­ge­haus­hal­ten offensteht.

Belege und Dokumentation: Was ist wichtig?

Für die Erstat­tung der Kos­ten der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge durch die Pfle­ge­kas­se ist eine sorg­fäl­ti­ge Doku­men­ta­ti­on uner­läss­lich. Alle Bele­ge und Rech­nun­gen, die im Zusam­men­hang mit der Ersatz­pfle­ge ent­ste­hen, soll­ten voll­stän­dig gesam­melt wer­den. Zu den wich­ti­gen Anga­ben auf den Unter­la­gen zäh­len das Datum und die Dau­er der Pfle­ge, die Namen der pfle­gen­den und der gepfleg­ten Per­son, eine kur­ze Beschrei­bung der erbrach­ten Leis­tun­gen sowie die tat­säch­lich ent­stan­de­nen Kos­ten. Wenn mög­lich, soll­ten auch Unter­schrif­ten der betei­lig­ten Per­so­nen auf den Doku­men­ten ver­merkt sein. Die­se Nach­wei­se sind not­wen­dig, damit die Pfle­ge­kas­se die Kos­ten der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge aner­kennt und erstat­tet. Eine lücken­lo­se Doku­men­ta­ti­on erleich­tert die Abrech­nung und sorgt dafür, dass pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge und Pfle­ge­be­dürf­ti­ge die ihnen zuste­hen­den Leis­tun­gen schnell und unkom­pli­ziert erhalten.

Entscheidung und Genehmigung: So läuft das Verfahren ab

Die Ent­schei­dung über die Geneh­mi­gung der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge trifft die Pfle­ge­kas­se der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son. Der Antrag auf Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kann direkt bei der zustän­di­gen Pfle­ge­kas­se gestellt wer­den – ab Juli 2025 ist dies noch ein­fa­cher, da die bis­he­ri­ge Vor­pfle­ge­zeit ent­fällt. Die Bean­tra­gung ist fle­xi­bel mög­lich: online, schrift­lich oder tele­fo­nisch. Es emp­fiehlt sich, alle erfor­der­li­chen Unter­la­gen wie Bele­ge, Rech­nun­gen und Nach­wei­se über die Ersatz­pfle­ge früh­zei­tig zusam­men­zu­stel­len und ein­zu­rei­chen, um eine zügi­ge Bear­bei­tung zu gewähr­leis­ten. Die Pfle­ge­kas­se prüft den Antrag und infor­miert über die bewil­lig­ten Leis­tun­gen. Dank der neu­en Rege­lun­gen ab Juli 2025 pro­fi­tie­ren Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und ihre Ange­hö­ri­gen von einem ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren und kön­nen die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge schnel­ler und unkom­pli­zier­ter in Anspruch nehmen.

Tipps zur Beratung und Antragstellung

Die ver­bes­ser­ten Leis­tun­gen ent­fal­ten ihre Wir­kung nur, wenn sie auch genutzt wer­den. Daher eini­ge Hin­wei­se, wie pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge und Pfle­ge­be­dürf­ti­ge die Bera­tung in Anspruch neh­men und Anträ­ge stel­len können:

  1. Pfle­ge­be­ra­tung nut­zen: Wen­den Sie sich an Ihre Pfle­ge­kas­se oder einen ört­li­chen Pfle­ge­stütz­punkt für eine indi­vi­du­el­le Bera­tung. Dort erhal­ten Sie aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zu Ihren Ansprü­chen und Unter­stüt­zung beim Bean­tra­gen der Ver­hin­de­rungs- oder Kurz­zeit­pfle­ge. Infor­mie­ren Sie sich dabei auch gezielt über die Vor­aus­set­zun­gen, die für die Ver­hin­de­rungs­pfle­ge erfüllt sein müs­sen. Pfle­ge­be­ra­ter und ‑bera­te­rin­nen ken­nen die neu­en Regeln genau und kön­nen hel­fen, das Opti­ma­le aus dem Ent­las­tungs­bud­get her­aus­zu­ho­len.
  2. Antrag recht­zei­tig stel­len (sofern plan­bar): In Not­fäl­len oder bei aku­ter Ver­hin­de­rung ist es nicht nötig, die Leis­tung im Vor­aus zu bean­tra­gen – Sie kön­nen Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge auch nach­träg­lich abrech­nen. Wenn die Aus­zeit jedoch plan­bar ist (z. B. ein Urlaub oder eine Reha der Pfle­ge­per­son), emp­fiehlt es sich, früh­zei­tig einen form­lo­sen Antrag bei der Pfle­ge­ver­si­che­rung zu stel­len. Um Ver­hin­de­rungs­pfle­ge bean­tra­gen zu kön­nen, rei­chen Sie den Antrag bei der Pfle­ge­kas­se ein, damit die Kos­ten für die Ersatz­pfle­ge über­nom­men wer­den. So wis­sen Sie im Vor­feld, wel­che Kos­ten über­nom­men wer­den, und ver­mei­den Über­ra­schun­gen. Die Pfle­ge­kas­se stellt meist ein­fa­che For­mu­la­re (oft online) zur Verfügung.
  3. Leis­tung fle­xi­bel kom­bi­nie­ren: Den­ken Sie dar­an, dass seit Juli 2025 kein sepa­ra­ter Antrag nötig ist, um Mit­tel zwi­schen Kurz­zeit- und Ver­hin­de­rungs­pfle­ge zu ver­schie­ben – die Kas­se berück­sich­tigt von selbst, dass bei­de aus einem Topf bezahlt wer­den. Sie soll­ten jedoch wei­ter­hin alle Bele­ge und Rech­nun­gen sam­meln, die im Zusam­men­hang mit der Ersatz- oder Kurz­zeit­pfle­ge anfal­len, und die­se bei der Kas­se ein­rei­chen. Die aktu­el­le Lage bei der Bean­tra­gung der Ver­hin­de­rungs­pfle­ge macht es beson­ders wich­tig, alle Infor­ma­tio­nen und Nach­wei­se voll­stän­dig vor­zu­le­gen. Nur tat­säch­lich ent­stan­de­ne Kos­ten wer­den bis zur Bud­get­gren­ze von 3.539 € erstattet.

Zum Abschluss noch ein wich­ti­ger Hin­weis: Die geschil­der­ten Ände­run­gen in Ver­hin­de­rungs- und Kurz­zeit­pfle­ge ent­las­ten vie­le Fami­li­en spür­bar. Nut­zen Sie die neu­en Mög­lich­kei­ten, um Ihre eige­ne Gesund­heit und die Ihrer Ange­hö­ri­gen zu schüt­zen – regel­mä­ßi­ge Pau­sen und pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung sind in der Pfle­ge Gold wert. Bei Unsi­cher­hei­ten hel­fen die Pfle­ge­be­ra­ter Ihrer Kas­se oder unab­hän­gi­ge Stel­len wie Ver­brau­cher­zen­tra­len ger­ne wei­ter. Fazit: Mit den Refor­men 2025 wur­de die Ver­ein­bar­keit von Pfle­ge und Erho­lung deut­lich ver­bes­sert – ein Schritt, der pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen und Pfle­ge­be­dürf­ti­gen im All­tag will­kom­me­nen Rück­halt bietet.

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