Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige

Alles, was Sie über die Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge wis­sen müssen.

Alles, was Sie über die Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge wis­sen müssen.

Sind Sie für eine pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son im Kreis der Fami­lie zustän­dig, bedeu­tet dies meist finan­zi­el­le Ein­bu­ßen. Die Kar­rie­re steht oft nicht mehr an ers­ter Stel­le und teils wer­den die Arbeits­stun­den redu­ziert, um Zeit für die Pfle­ge zu fin­den. Ent­schei­den Sie sich trotz­dem gegen einen Pfle­ge­dienst oder eine Unter­brin­gung im Heim und dafür, sich selbst um einen zu pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen zu küm­mern, ste­hen Ihnen zusätz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge zu. Dadurch sol­len die Nach­tei­le von gerin­ge­ren, regu­lä­ren Zah­lun­gen in die Ren­ten­kas­se aus­ge­gli­chen werden.

1. Wer hat Anspruch auf Pflegerente?

Um Bei­trä­ge der Pfle­ger­en­te zu bezie­hen, müs­sen Sie eini­ge Anfor­de­run­gen erfüllen:

  • Sie küm­mern sich um min­des­tens eine pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son mit einem Pfle­ge­grad von 2 oder höher. 
  • Die für die Pfle­ge auf­ge­wen­de­te Zeit liegt bei min­des­tens zehn Stun­den pro Woche an min­des­tens zwei Tagen in der Woche. 
  • Die Arbeits­zeit Ihres regu­lä­ren Jobs liegt bei oder unter 30 Stun­den pro Woche. 
  • Pfle­ge muss zuhau­se statt­fin­den: Aus­schlag­ge­bend ist nor­ma­ler­wei­se der Wohn­ort der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Person. 
  • Sie dür­fen kein Emp­fän­ger von Voll­ren­te wegen Alters sein. 

Tei­len Sie die Pfle­ge mit einem ande­ren Ange­hö­ri­gen der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son, kann auch die Pfle­ger­en­te geteilt werden.

2. Unterstützung durch Pflegedienste bedeutet geringere Rentenzuschüsse!

Wenn Sie sich mit Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge beschäf­ti­gen, soll­ten Sie einen wich­ti­gen Punkt nicht ver­ges­sen: Wenn ein exter­ner Pfle­ge­dienst zum Ein­satz kommt, sind Ihre Ansprü­che auf die­se Form der gesetz­li­chen Ren­te geringer.

3. Wie hoch sind die Rentenversicherungsbeiträge 2022?

Je höher Pfle­ge­grad der zu pfle­gen­den Per­son ist, des­to mehr zeit­li­cher Auf­wand für die Pfle­ge ist oft nötig und des­to höher fal­len auch die Ren­ten­bei­trä­ge für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge aus. Vor allem bei einem hohen Pfle­ge­grad ist es für Ange­hö­ri­ge fast unmög­lich, einen Voll­zeit­job neben der Pfle­ge auszuüben.

Wie hoch die Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge sind, hängt u. a. von Wohn­ort und Pfle­ge­grad der zu pfle­gen­den Per­son ab. Bis zu 7.343 Euro wer­den bei Pfle­ge­grad 5 ohne Unter­stüt­zung durch exter­ne Pfle­ge­diens­te im Wes­ten Deutsch­lands gezahlt und bis zu 7.031 Euro im Osten.

Nach aktu­el­len Anga­ben der Stif­tung Waren­test liegt das monat­li­che Ren­ten­plus damit zwi­schen sie­ben Euro bei Pfle­ge­grad 2 und 35 Euro bei Pfle­ge­grad 5 im Wes­ten und zwi­schen sechs Euro bei Pfle­ge­grad 2 und 34 Euro bei Pfle­ge­grad 5 im Osten.

Je höher also der Pfle­ge­grad der zu pfle­gen­den Per­son und je gerin­ger der Ein­satz von exter­nen Pfle­ge­diens­ten, des­to mehr Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge ste­hen Ihnen zu.

4. Was müssen Sie jetzt tun?

Die Ren­ten­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge wer­den von der Pfle­ge­kas­se der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son über­nom­men, aller­dings nicht auto­ma­tisch gezahlt. Hier­für müs­sen Sie den „Fra­ge­bo­gen zur Zah­lung der Bei­trä­ge zur sozia­len Siche­rung für nicht erwerbs­mä­ßig täti­ge Pfle­ge­per­so­nen“ voll­stän­dig aus­fül­len und einreichen.

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