Sie haben bere­its vom Lan­despflegegeld Bay­ern gehört und möcht­en nun wis­sen, ob Ihnen die finanzielle Unter­stützung eben­falls zuste­ht? Sie haben Fra­gen zur Antragsstel­lung oder sind unsich­er, welche Fris­ten gel­ten? Erfahren Sie in diesem Rat­ge­ber mehr zum Lan­despflegegeld Bay­ern, zu Voraus­set­zun­gen, Ablauf, Höhe und Fris­ten. Im Anschluss beant­worten wir für Sie häu­fig gestellte Fra­gen zu dem The­ma und geben Ihnen außer­dem wichtige Links mit auf den Weg. So sind Sie opti­mal aus­ges­tat­tet und mit dem nöti­gen Wis­sen ver­sorgt, um unkom­pliziert das Lan­despflegegeld Bay­ern für sich selb­st oder für eine zu betreuende Per­son zu beantragen.

1. Was ist das Bayrische Landespflegegeld?

Das Lan­despflegegeld Bay­ern ist eine Maß­nahme der Bayrischen Lan­desregierung, um Pflegebedürftige ab Pflege­grad 2 stärk­er zu unter­stützen. Es wurde mit dem Pflegepaket von 2018 einge­führt und soll ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber pflegebedürfti­gen Men­schen und deren Helfern sein. Aus diesem Grund soll der gesamte Prozess von der Antragsstel­lung über die Prü­fung bis hin zur Bewil­li­gung möglichst unkom­pliziert und schnell passieren sowie mit wenig Bürokratie ver­bun­den sein.

2. Wer darf einen Antrag stellen?

Es gibt ein paar wenige Voraus­set­zun­gen, die erfüllt sein müssen, wenn Sie das Lan­despflegegeld Bay­ern beantra­gen möcht­en bzw. wenn der Antrag bewil­ligt wer­den soll. Pflegebedürftige der Pflege­grade 0 und 1 bekom­men zum Beispiel kein Lan­despflegegeld. Die fol­gen­den Punk­te müssen Sie erfüllen, damit Ihr Antrag auf Lan­despflegegeld Aus­sicht auf Erfolg hat:

  • Haupt­wohn­sitz in Bayern
  • min­destens eingestuft in Pflegestufe 2 mit offiziellem Pflegebescheid
  • Antrag­sun­ter­la­gen voll­ständig und frist­gerecht einreichen

Damit dür­fen Sie auch einen Antrag auf Lan­despflegegeld stellen, wenn Sie beispiel­sweise zwar nicht die deutsche Staats­bürg­er­schaft besitzen, Ihren Haupt­wohn­sitz aber in Bay­ern haben.

3. Wie funktioniert die Antragsstellung?

Erfüllen Sie die Voraus­set­zun­gen für das Lan­despflegegeld in Bay­ern, dann ste­ht Ihrer Antragsstel­lung nichts mehr im Wege. Hier­für benöti­gen Sie die fol­gen­den Unterlagen:

  • voll­ständi­ges Antragsformular
  • eine Kopie Ihres Personalausweises
  • eine Kopie Ihres Pflegebeschei­ds über Pflege­grad 2 oder höher

Sie haben aus ver­schiede­nen Grün­den aktuell keinen gülti­gen Per­son­alausweis? Alter­na­tiv reichen Sie andere Nach­weise Ihrer Iden­tität ein, wie zum Beispiel einen Reisep­a­ss oder Ihre Meldebescheinigung.

Füllen Sie das Antrags­for­mu­lar voll­ständig aus. Dies kön­nen Sie am PC tun. Alter­na­tiv druck­en Sie das For­mu­lar aus und tra­gen die nöti­gen Infor­ma­tio­nen hand­schriftlich ein. Auf jeden Fall aber müssen Sie das Antrags­for­mu­lar unter­schreiben. Ohne Unter­schrift ist Ihr Antrag nicht gültig. Anschließend leg­en Sie Kopi­en der oben aufge­lis­teten Doku­mente bei. Stellen Sie den Antrag für Ihr Kind oder als Betreuer für eine zu betreuende Per­son, kom­men Nach­weise der Voll­macht bzw. Betreuer­ausweise hinzu.

Die richtige Adresse: Acht­en Sie unbe­d­ingt darauf, dass auf dem Antrag die richtige Adresse ste­ht. Geben Sie die Adresse an, mit der Sie auch beim Ein­wohn­er­meldeamt gemeldet sind. Sie haben mehrere Wohn­sitze oder sind sich aus einem anderen Grund unsich­er, welche Adresse Sie wählen müssen? Sie kön­nen Ihren derzeit angemelde­ten Haupt­wohn­sitz beim Ein­wohn­er­meldeamt in Erfahrung bringen.

Haben Sie den Antrag voll­ständig aus­ge­füllt und alle erforder­lichen Unter­la­gen beisam­men, reichen Sie alles beim Bay­erischen Lan­desamt für Pflege ein. Erfahren Sie hier, welche For­men des Ein­re­ichens möglich sind:

Form des Einreichens:PostOnline-For­mu­larE‑MailFax
akzep­tiert vom Lan­desamt für Pflege:jaaus­füllen ja, abschick­en per Postnur in Kom­bi­na­tion mit elek­tro­n­is­chem Personalausweisnein

Nutzen Sie unsere über­sichtliche Auflis­tung der drei wichtig­sten Dos und Don’ts, um bei der Antragsstel­lung nicht den Überblick zu verlieren:

DoDon´t
Voraus­set­zun­gen prüfen: Haupt­wohn­sitz und PflegestufeAntragsstel­lung ohne Haupt­wohn­sitz in Bay­ern oder unter Pflege­grad 2
Unter­la­gen prüfen: Antrags­for­mu­lar, Iden­tität­snach­weis, Pflegebescheidabge­laufene Doku­mente ein- oder fehlende Unter­la­gen nicht nachreichen
Antrag an allen geforderten Stellen unterschreibenAntrag­sun­ter­la­gen zusam­men­heften: Büro- oder Heftk­lam­mern sind nicht erwünscht

4. Achtung: Antragsfrist nicht verpassen!

Die Antrags­fris­ten gel­ten für die laufend­en Pflege­jahre. Das Pflege­jahr 2020/2021 geht vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021. Bis zum 31.12.2021 kön­nen Sie Ihren Antrag auf Lan­despflegegeld für das Pflege­jahr noch stellen. Wurde der Erstantrag ein­mal bewil­ligt, müssen Sie für die weit­eren Jahre keine neuen Anträge stellen. Lediglich Änderun­gen an Pflegebescheid, Haupt­wohn­sitz oder anderen Leben­sum­stän­den müssen aktu­al­isiert werden.

Jet­zt Unter­stützung durch unsere Pflege­grad-Experten erhalten

5. Wofür darf das bayrische Landespflegegeld verwendet werden?

Im Gegen­satz zu der finanziellen Unter­stützung, die Sie abhängig vom Pflege­grad von Ihrer Pflegekasse bekom­men, ist das Lan­despflegegeld Bay­ern nicht zweck­ge­bun­den. Erfüllen Sie alle Voraus­set­zun­gen für einen Antrag und wurde dieser bewil­ligt, dann ste­ht es Ihnen frei, das Geld nach Belieben einzuset­zen. Erfüllen Sie sich selb­st einen Wun­sch oder machen Sie einem lieben Men­schen in Ihrem Umfeld eine Freude. Sinn und Zweck des Lan­despflegegelds Bay­ern ist es, pflegebedürfti­gen Men­schen Wertschätzung ent­ge­gen­zubrin­gen und sie selb­st­ständig über den Betrag ver­fü­gen zu lassen.

6. Landespflegegeld in Bayern schnell und unkompliziert beantragen

Ihr Haupt­wohn­sitz ist in Bay­ern angemeldet und Sie sind min­destens in den Pflege­grad 2 eingestuft? Dann zögern Sie nicht länger! Beantra­gen Sie das Lan­despflegegeld Bay­ern noch heute.

Schnell und unbürokratisch: Diese Leitlin­ien hal­ten Lan­desregierung sowie das Lan­desamt für Pflege in Bay­ern mit dem kurzen, ein­seit­i­gen Antrag ein. Die zweite Seite unter­stützt mit Hin­weisen zum Aus­füllen des Antrags.

7. Kurz und knapp: Häufige Fragen und deren Antworten zum Landespflegegeld in Bayern

Im Fol­gen­den find­en Sie einige wichtige Antworten auf viel gestellte Fra­gen, wenn es um das Lan­despflegegeld Bay­ern geht.

8. Wohin muss ich den Antrag auf Landespflegegeld schicken?

Der Antrag auf Lan­despflegegeld geht an die fol­gende Adresse:

Bay­erisches Lan­desamt für Pflege
– Landespflegegeld –
Post­fach 1365
92203 Amberg

Diese find­en Sie zusät­zlich ganz unten auf der zweit­en Seite des Antrags­for­mu­la­rs. Denken Sie daran, den Briefum­schlag aus­re­ichend zu frankieren.

9. Wo finde ich das Antragsformular?

Das Antrags­for­mu­lar für das Lan­despflegegeld Bay­ern find­en Sie auf der Web­site des Bay­erischen Lan­desamtes für Pflege oder unter diesem Link. Spe­ich­ern Sie das For­mu­lar als .pdf und füllen es anschließend auf Ihrem PC oder aus­ge­druckt hand­schriftlich aus.

10. Wann bekomme ich das Landespflegegeld ausgezahlt?

Die reg­ulären Auszahlun­gen für das jew­eilige Pflegegeld­jahr find­en ab Okto­ber statt. Ihre erste Zahlung kommt noch im sel­ben Jahr der Antragsstel­lung, nach­dem der Bewil­li­gungs­bescheid aus­gestellt wurde.

11. Wie hoch ist das Landespflegegeld in Bayern?

Das Lan­despflegegeld Bay­ern beträgt pauschal 1.000 Euro im Jahr. Es gilt als staatliche Für­sorgeleis­tung und ist daher nicht steuerpflichtig. Sie dür­fen nach Erhalt frei über das Geld verfügen.

Möcht­en Sie tiefer in das The­ma Lan­despflegegeld in Bay­ern ein­steigen, dann nutzen Sie die fol­gen­den Links:

  • umfassende Infor­ma­tio­nen zum Lan­despflegegeld Bay­ern find­en Sie auf der Web­site des Bayrischen Lan­desamtes für Pflege
  • auch einen 20-seit­i­gen Fra­genkat­a­log bietet das LfP an, in dem aus­führlich Fra­gen zu Unter­la­gen, Antragsstel­lung und Co. beant­wortet werden

13. Fragen zu Pflegegeld und Pflegegraden mit unseren Experten besprechen

Die Beantra­gung des Lan­despflegegelds Bay­ern ist recht unkom­pliziert und ohne viele Voraus­set­zun­gen möglich. Das gilt jedoch nicht für alle finanziellen Zuschüsse, die pflegebedürfti­gen Men­schen zuste­hen. Wir von Famil­iara behal­ten den Überblick und unter­stützen Sie u. a. in den fol­gen­den Bereichen:

  • Beantra­gun­gen von Leis­tun­gen der Pflegev­er­sicherung (z. B. Antrag auf Pflege­grad, Antrag auf Höher­stu­fung des Pflegegrads)
  • Gutachtert­er­mine
  • richtige Art der Pflege auswählen
  • Wider­spruch gegen Pflegegrad-Einstufung

Es gibt viele Gründe, aus denen Ihr Antrag auf Pflege­grad oder Höher­stu­fung des Pflege­grads abgelehnt wor­den sein kön­nte. Unsere Experten ken­nen sich aus und wis­sen, worauf bei Antragsstel­lung, Gutachtert­er­mi­nen und Co. geachtet wer­den muss. Wir leg­en gemein­sam mit Ihnen bei Bedarf Wider­spruch gegen den Bescheid Ihrer Pflegekasse ein. Falls nötig, begleit­en wir Sie auch bei ein­er Klageerhebung.
Bei uns sind Sie in sicheren Hän­den, wenn es darum geht, für sich selb­st oder einen Ange­höri­gen finanzielle Unter­stützung durch die Pflegekasse zu sich­ern. Find­en Sie in einem ersten Gespräch her­aus, ob und wie wir Ihnen helfen können.

Wir unterstützen Sie bei Ihrem Pflegegrad Antrag

Gerne begleit­en wir Sie bei der Beantra­gung und Durch­set­zung Ihres Pflege­grades. Wir helfen Ihnen bei:

  • Antrag­stel­lung bei der Pflegeversicherung 
  • Ermit­tlung Ihres gerecht­en Pflegegrades 
  • Zusam­men­stel­lung aller Unter­la­gen und Diagnosen 
  • Vor­bere­itung auf den MDK bzw. Medicproof Begutachtungstermin 
  • Per­sön­liche Begleitung bei der MDK-Begutachtung 
  • Über­prü­fung des Pflegebeschei­des – und wenn nötig Widerspruch 
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