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	<title>Bürokratieabbau Pflege-Archiv - FAMILIARA</title>
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		<title>Zukunftspakt Pflege – was sich jetzt ändern soll</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Max Endlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 08:35:35 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.familiara.de/zukunftspakt-pflege-was-sich-jetzt-aendern-soll/">Zukunftspakt Pflege – was sich jetzt ändern soll</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.familiara.de">FAMILIARA</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Worum geht es überhaupt?</h2>



<p>Die Bundesregierung und die Bundesländer haben gemeinsam eine große Arbeitsgruppe gestartet: die <strong>Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“</strong>.<br>Diese Gruppe soll bis <strong>Ende 2025</strong> Vorschläge ausarbeiten, wie die Pflegeversicherung gerechter, einfacher und zukunftssicher gemacht werden kann.</p>



<p>Das Ziel ist klar: <strong>Pflege muss bezahlbar, gut organisiert und menschlich bleiben.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum braucht es eine Reform?</h2>



<p>Die Pflegeversicherung in Deutschland steht unter Druck.<br>Immer mehr Menschen brauchen Pflege – aber es gibt zu wenig Fachkräfte, zu viele bürokratische Hürden und steigende Eigenanteile in Pflegeheimen.</p>



<p>Viele Familien fühlen sich überfordert: Sie kämpfen mit Formularen, Finanzierung und der Organisation zwischen ambulanter und stationärer Pflege.<br>Gleichzeitig steigen die Beiträge zur Pflegeversicherung regelmäßig – doch das Geld reicht trotzdem oft nicht aus.</p>



<p>Genau hier will der Zukunftspakt ansetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist geplant?</h2>



<p>Die Arbeitsgruppe hat sich auf <strong>wichtige Themenfelder</strong> geeinigt.<br>Hier sind die wichtigsten Punkte, einfach erklärt:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Pflegekosten sollen gerechter verteilt werden</h3>



<p>Viele Pflegebedürftige zahlen hohe <strong>Eigenanteile</strong> – also den Teil der Kosten, den die Pflegeversicherung nicht übernimmt.<br>Diese Eigenanteile sollen <strong>begrenzt oder zumindest langsamer steigen</strong>.<br>Bis Ende 2025 will die Arbeitsgruppe konkrete Vorschläge vorlegen, wie das gehen kann.</p>



<p>Beispiel: Wenn jemand im Pflegeheim lebt, könnten bestimmte Kosten künftig stärker von der Pflegeversicherung oder dem Staat übernommen werden, statt von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Mehr Unterstützung durch Steuergelder</h3>



<p>Bislang wird die Pflegeversicherung hauptsächlich durch <strong>Beiträge</strong> finanziert, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen.<br>Das soll sich ändern: Künftig sollen <strong>einige Ausgaben aus Steuergeldern</strong> finanziert werden – besonders solche, die nichts direkt mit Pflegeleistungen zu tun haben.<br>Das entlastet die Pflegeversicherung und könnte helfen, Beitragserhöhungen zu vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Vereinfachung der Leistungen</h3>



<p>Viele Pflegebedürftige und Angehörige verstehen das aktuelle System kaum: Pflegegrade, Zuschüsse, Zusatzleistungen – es ist kompliziert.<br>Darum soll das <strong>Leistungsrecht einfacher und verständlicher</strong> werden.<br>Das Ziel: Weniger Bürokratie, klarere Regeln, schnellere Hilfe.</p>



<p>Beispiel: Wer Anspruch auf einen bestimmten Pflegegrad hat, soll künftig leichter erkennen können, welche Leistungen und Beträge dazugehören – ohne endlos Papierkram.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Prävention: Pflege verhindern, bevor sie nötig wird</h3>



<p>Ein großer neuer Gedanke ist die <strong>präventive Pflege</strong>.<br>Der sogenannte <strong>Pflegegrad 1</strong> soll stärker auf <strong>Vorbeugung</strong> ausgerichtet werden.<br>Das heißt: Menschen, die erste Anzeichen von Pflegebedürftigkeit zeigen, sollen frühzeitig Unterstützung bekommen – etwa für Bewegung, Ernährung oder technische Hilfsmittel, um länger selbstständig zu bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Ambulant vor stationär</h3>



<p>Viele Menschen möchten <strong>so lange wie möglich zuhause</strong> bleiben.<br>Deshalb soll die ambulante Pflege weiter gestärkt werden.<br>Gleichzeitig prüft die Arbeitsgruppe, wie man die Trennung zwischen „ambulant“ und „stationär“ lockern kann – also Pflege zuhause und im Heim besser kombinieren.</p>



<p>Beispiel: Wer teils zuhause, teils in einer Tagespflege betreut wird, soll künftig nicht zwischen verschiedenen Leistungstöpfen hin- und herspringen müssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">6. Bessere Beratung</h3>



<p>Die Pflegeberatung – also die Unterstützung bei Anträgen, Informationen und Leistungsansprüchen – soll <strong>ausgebaut und vereinfacht</strong> werden.<br>Ziel ist, dass jede pflegebedürftige Person schnell und ohne Bürokratie erfährt, <strong>welche Hilfe sie bekommen kann</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">7. Investitionen in Pflegeeinrichtungen</h3>



<p>Die Länder (also Bayern, NRW, Berlin usw.) sollen stärker in die <strong>Pflegeinfrastruktur</strong> investieren – also in Heime, Tagespflegen, Kurzzeitpflegeplätze und barrierefreie Wohnungen.<br>Damit Pflegeplätze verfügbar und bezahlbar bleiben, braucht es funktionierende Einrichtungen – nicht nur Gesetze auf Papier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann passiert was?</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Bis Dezember 2025</strong>: Die Arbeitsgruppe legt konkrete Reformvorschläge vor.</li>



<li><strong>Ab 2026</strong>: Ein neues <strong>Pflegereformgesetz</strong> soll beraten und verabschiedet werden.</li>



<li><strong>Bis 2027</strong>: Die Wirkung der Reformen soll überprüft werden, besonders bei den Kosten für Pflegebedürftige.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet das für Pflegebedürftige und Angehörige?</h2>



<p>Kurz gesagt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Weniger Kosten</strong>, wenn die Eigenanteile wirklich sinken.</li>



<li><strong>Mehr Klarheit</strong>, wenn die Leistungen einfacher werden.</li>



<li><strong>Mehr Unterstützung</strong>, wenn Beratung und Prävention ausgebaut werden.</li>



<li><strong>Mehr Entlastung</strong>, wenn Pflege zuhause gestärkt wird.</li>
</ul>



<p>Aber: Noch ist vieles <strong>in Planung</strong>.<br>Bis konkrete Änderungen spürbar werden, dauert es noch mindestens ein Jahr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Hoffnung auf echten Wandel</h2>



<p>Der Zukunftspakt Pflege ist ein wichtiger Schritt. Zum ersten Mal seit Jahren sprechen Bund und Länder <strong>gemeinsam</strong> über eine große Reform – nicht nur kleine Korrekturen.</p>



<p>Die Pläne klingen vielversprechend: faire Kosten, weniger Bürokratie, mehr Menschlichkeit in der Pflege.<br>Aber der Teufel steckt, wie immer, im Detail. Entscheidend wird sein, <strong>ob die Ankündigungen auch wirklich umgesetzt werden</strong> – und ob die Finanzierung reicht, um das System dauerhaft zu stabilisieren.</p>



<p>Für Pflegebedürftige und Angehörige bleibt es also spannend.<br>Eines ist aber klar: Das Thema Pflege steht endlich wieder <strong>im Mittelpunkt der Politik</strong>, und das ist längst überfällig.</p>
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		<title>Katrin Staffler – Neue Pflegebevollmächtigte mit frischem Blick und klaren Zielen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Max Endlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2025 10:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratieabbau Pflege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Mai 2025 wurde Katrin Staffler (CSU) zur neuen Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege ernannt. Die 43-jährige Biochemikerin und Bundestagsabgeordnete übernimmt damit eine Schlüsselrolle in der deutschen Gesundheitspolitik. Ihre Ernennung erfolgt in einer Zeit, in der die Pflegebranche vor großen Herausforderungen steht. Wer ist Katrin Staffler? Katrin Staffler wurde am 4. November 1981 in&#8230;</p>
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<p>Am 28. Mai 2025 wurde Katrin Staffler (CSU) zur neuen Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege ernannt. Die 43-jährige Biochemikerin und Bundestagsabgeordnete übernimmt damit eine Schlüsselrolle in der deutschen Gesundheitspolitik. Ihre Ernennung erfolgt in einer Zeit, in der die Pflegebranche vor großen Herausforderungen steht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer ist Katrin Staffler?</h2>



<p>Katrin Staffler wurde am 4. November 1981 in Dachau geboren. Nach ihrem Studium der Biochemie an der Technischen Universität München arbeitete sie zunächst in der Forschung und später in der Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem als Pressesprecherin der HypoVereinsbank. Seit 2017 vertritt sie den Wahlkreis Fürstenfeldbruck im Deutschen Bundestag. Dort war sie unter anderem Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landesgruppe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neue Rolle als Pflegebevollmächtigte</h2>



<p>Als Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung tritt Staffler die Nachfolge von Claudia Moll (SPD) an. In ihrer neuen Funktion ist sie zentrale Ansprechpartnerin für Pflegebedürftige, Pflegekräfte und pflegende Angehörige. Sie soll sicherstellen, dass deren Interessen im politischen Raum Gehör finden und bei Gesetzesvorhaben berücksichtigt werden.</p>



<p>Staffler betont die Dringlichkeit von Reformen im Pflegebereich:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>„Die Pflegeversicherung steht am Scheideweg. Ein ‚weiter so‘ kann es nicht geben. Ich werde als Pflegebevollmächtigte deshalb jeden Stein umdrehen und prüfen, wie die Versorgung trotz schwieriger Finanzlage langfristig stabilisiert und in die Zukunft geführt werden kann.“</strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Fokus auf Bürokratieabbau: Das Ein-Step-Projekt soll zurückkommen</h2>



<p>Ein zentrales Anliegen Stafflers ist der <strong>Abbau von Bürokratie in der Pflege</strong>. In ihrem ersten Interview als Pflegebevollmächtigte mit Table.Media erklärt sie:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>„Der Bürokratieabbau in der Pflege zählt zu meinen Schwerpunktthemen.“</strong></p>
</blockquote>



<p>Sie wolle das bekannte <strong>Ein-Step-Projekt</strong> wieder aufleben lassen und habe hierzu bereits Gespräche mit relevanten Akteuren geführt. Aus diesem Projekt war damals die <strong>Strukturierte Informationssammlung (SIS)</strong> hervorgegangen, die heute bundesweit in Pflegeeinrichtungen etabliert ist. Ihr Ziel sei es, gemeinsam mit Softwareherstellern die Dokumentationspflichten so schlank und einfach wie möglich zu gestalten.</p>



<p>Das Ein-Step-Projekt wurde ursprünglich vom damaligen Pflegebevollmächtigten Karl-Josef Laumann (CDU) zwischen 2013 und 2017 ins Leben gerufen. Die daraus resultierende SIS gilt in Fachkreisen als Meilenstein der Entbürokratisierung.</p>



<p>Staffler äußert sich auch deutlich zu den Grenzen zwischen Sektoren im Gesundheitssystem:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>„Heimbewohner, die für den Katheterwechsel extra ins Krankenhaus müssen – das ist teuer, kompliziert und belastet Pflegekräfte und Betroffene gleichermaßen.“</strong></p>
</blockquote>



<p>Auch wenn sie sich zum Pflegekompetenzgesetz und dem Pflegeassistenzgesetz diplomatisch äußert – sie hoffe, beide würden noch vor der Sommerpause beschlossen – bleibt sie in ihrer Haltung zur eigenen Rolle klar:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>„Ich sehe es nicht als Nachteil, fachfremd zu sein. In einem so komplexen System ist ein unverstellter Blick durchaus von Vorteil.“</strong></p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Reaktionen aus der Pflegebranche</h2>



<p>Die Ernennung Stafflers wurde von verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen positiv aufgenommen. Der Bundesverband Pflegemanagement sieht in ihr eine erfahrene Politikerin, die frischen Wind in die Pflegepolitik bringen kann. Gleichzeitig fordern Verbände wie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), das Amt der Pflegebevollmächtigten langfristig als „Chief Government Nurse“ im Kanzleramt zu verankern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Mit Katrin Staffler übernimmt eine engagierte und pragmatische Politikerin die Verantwortung für einen der sensibelsten Bereiche des Gesundheitswesens. Ihre klaren Worte und ihr lösungsorientierter Ansatz – insbesondere beim Bürokratieabbau – lassen auf konkrete Fortschritte in der Pflege hoffen. Ihre Aufgabe wird es sein, die Pflege in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten, bürokratische Hürden abzubauen und die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern.</p>



<p></p>
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