Pflegereform 2022

Alles, was Sie über die Pflegere­form 2022 wis­sen müssen. Diese Änderun­gen sind für Sie wichtig.

Alles, was Sie über die Pflegere­form 2022 wis­sen müssen. Diese Änderun­gen sind für Sie wichtig.

Höhere Pflegekosten­zuschüsse seit 2022: Vor rund sechs Monat­en trat am 01. Jan­u­ar 2022 die neue Pflegere­form in Kraft, die wichtige Änderun­gen für Pflegebedürftige und ihre Ange­höri­gen mit sich bringt. Vier Änderun­gen sind dabei ganz beson­ders zu erwähnen:

  1. erhöhte Leis­tungs­beiträge für Pflege­sach­leis­tun­gen und Kurzzeitpflege 
  2. erhöhte Zuschüsse für Pflegekosten im Heim 
  3. Anspruch auf Über­gangspflege im Krankenhaus 
  4. Erstat­tungsansprüche über den Tod der zu pfle­gen­den Per­son hinaus 

Die Erhöhung der finanziellen Unter­stützung in den Bere­ichen ambu­lante Pflege, Kurzzeitpflege und Heimpflege stellt eine enorme Ent­las­tung für viele Pflegebedürftige und Ange­hörige dar.

1. Was bedeuten die Neuerungen?

Beiträge für Pflege­sach­leis­tun­gen wur­den um fünf Prozent ange­hoben, der absolute Wert berech­net sich abhängig vom Pflege­grad. Die Leis­tungs­beiträge für die Kurzzeitpflege wur­den um zehn Prozent angehoben.

Die zu zahlen­den Heimkosten wer­den eben­falls stärk­er bezuschusst. Dabei reicht der Leis­tungszuschlag von fünf Prozent im ersten Jahr des Heimaufen­thalts bis zu 70 Prozent bei über 36 Monat­en Heimaufen­thalt. Das gilt jedoch nur für die soge­nan­nten Pflege- und Aus­bil­dungskosten und auch nur für Per­so­n­en mit den Pflege­graden 2 bis 5. Unterkun­ft und Verpfle­gung wer­den nach wie vor nicht bezuschusst.

Eben­falls neu ist der Anspruch von pflegebedürfti­gen Per­so­n­en auf Über­gangspflege im Kranken­haus. Seit der Pflegere­form ist ein ver­längert­er Kranken­hausaufen­thalt von max­i­mal zehn Tage möglich, wenn anschließende Maß­nah­men wie die Ver­sorgung, Pflege oder Reha zuhause nicht möglich sind. Betrof­fene wer­den dazu ange­hal­ten, in diesem Fall möglichst früh mit dem Kranken­haus­per­son­al sowie der Krankenkasse in Kon­takt zu treten und einen entsprechen­den Antrag zu stellen.

Dazu kommt, dass pfle­gende Ange­hörige bish­er keine Möglichkeit hat­ten, Ansprüche nach dem Tod der zu pfle­gen­den Per­son gel­tend zu machen, wenn Leis­tun­gen kurz vorher erbracht und bezahlt wur­den, die Rech­nung aber noch nicht ein­gere­icht wurde. Das hat sich mit der Pflegere­form zum 01. Jan­u­ar 2022 geän­dert, sodass zum Beispiel Kosten für Ver­hin­derungspflege, Ent­las­tungsleis­tun­gen, Pflege­hil­f­s­mit­tel und wohnum­feld­verbessernde Maß­nah­men nun auch nach einem Todes­fall beantragt wer­den kön­nen. Beacht­en Sie jedoch, dass hier ein Antrag gestellt wer­den muss und das inner­halb eines Jahres nach dem Tod der pflegegeld­berechtigten Person.

2. Worum müssen Sie sich jetzt kümmern?

Die erhöht­en Zuschüsse für Pflege­sach­leis­tun­gen, Kurzzeitpflege und Pflegekosten im Heim ste­hen Ihnen ohne weit­eres Han­deln Ihrer­seits zu – natür­lich abhängig vom Pflege­grad und den vorher erhal­te­nen Beiträgen.

Ganz so ein­fach ist es bei der Über­gangspflege im Kranken­haus nicht. Sobald abse­hbar ist, dass diese nötig ist, müssen Kranken­haus sowie Krankenkasse informiert und ein entsprechen­der Antrag gestellt werden.

Auch, wenn Sie Erstat­tungsansprüche nach dem Tod ein­er zu pfle­gen­den Per­son gel­tend machen möcht­en, soll­ten Sie nicht zu lange warten: 12 Monate gel­ten hier als Frist, um einen konkreten Antrag zu stellen.

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